Post von Frau Brühn – Drei Wochen Neuseeland

Wenn man als Lehrerin viele Jahre im Schulalltag steckt – zwischen Unterricht, Korrekturen und Pausengesprächen – bleibt oft wenig Raum, um durchzuatmen. Genau deshalb war dieses Jahr so besonders, weil ich in meinem Sabbatjahr dies tun konnte und dabei neue Teile der Welt entdecken durfte. Ein Teil davon war Neuseeland, wo ich drei Wochen lernen durfte, wie wohltuend es sein kann, sich wirklich Zeit zu nehmen.

Post von Frau Brühn – Drei Wochen Neuseeland

Wenn man als Lehrerin viele Jahre im Schulalltag steckt – zwischen Unterricht, Korrekturen und Pausengesprächen – bleibt oft wenig Raum, um durchzuatmen. Genau deshalb war dieses Jahr so besonders, weil ich in meinem Sabbatjahr dies tun konnte und dabei neue Teile der Welt entdecken durfte. Ein Teil davon war Neuseeland, wo ich drei Wochen lernen durfte, wie wohltuend es sein kann, sich wirklich Zeit zu nehmen.

Ankommen am anderen Ende der Welt

Nach einem langen Flug öffneten sich die Türen am Flughafen Auckland – und sofort war da dieses Gefühl von Weite. Ein warmer Frühlingswind, Vogelstimmen, die ich noch nie gehört hatte, und das maorische „Kia ora!“, das mir mit einem ehrlichen Lächeln entgegengebracht wurde.

Schon am ersten Tag merkte ich: Dieses Land lädt einen dazu ein, langsamer zu werden. 

Unterwegs im Land der Gegensätze

Ich hatte mir bewusst die Nord- und die Südinsel vorgenommen. Die beiden Teile Nordseelands haben den Ruf, sehr unterschiedlich zu sein. Und tatsächlich: 

Nordinsel: Vulkane, Strände und gelebte Kultur:

  • Die Bay of Islands überraschte mich mit Karibik-Feeeling. 
  • In Rotorua spürte ich die Erde förmlich atmen: heiße Quellen und bunte Mineralterrassen.
  • Im Waipoura Forest stand ich vor einem 1000 Jahre altem Kauri-Baumriesen und fühlte mich plötzlich ganz klein – im besten Sinne.
  • In einer Kiwi-Aufzuchtstation durfte ich beim Füttern des süßen Nachwuchses zusehen.
  • In den Waitomo-Höhlen sah ich massenhaft funkelnde Glühwürmchen.
  • Ein Höhepunkt war der Besuch einer Māori-Kulturstätte, wo ich viel über Werte wie Gemeinschaft und Respekt lernte – und natürlich auch den Haka, den Kriegstanz der Māori, erleben durfte.

Die Südinsel war für mich der Teil der Reise, der mich am meisten berührt hat:

  • Türkisfarbene Seen, dahinter schneebedeckte Berge.
  • Wanderwege durch herrlich duftende Regenwälder.
  • Eine Bootstour durch den Milford Sound, bei der die Felsen so steil und mächtig wirkten, dass ich ganz sprachlos war.
  • Unglaubliche Regenmengen an der Westküste, die die Elektrik unseres Buses lahmlegte – ohne Handyempfang im Gebirge hilft nur trampen! 
  • Übernachtung am Strand, bei der man nachts das Meer rauschen hört.

Momente der Ruhe – und Erkenntnisse

Was mir besonders guttat: Zeit ohne Termine. Lange Spaziergänge am Strand, Frühstück mit Blick aufs Wasser oder Gespräche mit Menschen, die eine freundliche Gelassenheit ausstrahlen. Und was ich natürlich genossen habe – Englisch zu sprechen mit native speakers!!! 

Ich merkte, wie wichtig es ist, Pausen selbst zu leben. Wie viel Kreativität und Freude zurückkommen, wenn man sich erlaubt, für eine Weile auszusteigen.

Mit neuer Energie zurück

Natürlich fehlte mir irgendwann auch der vertraute Schulalltag – die neugierigen Fragen, das Lachen im Klassenraum, die Kolleginnen und Kollegen. Und genau dieses Vermissen zeigt mir, dass dieses Sabbatjahr seinen Zweck erfüllt: Abstand schaffen, um mit neuem Blick zurückzukommen.

Neuseeland hat mir Ruhe geschenkt, aber auch Neugier und neue Ideen. Ich freue mich darauf, diese Impulse in meinen Unterricht mitzunehmen.

Fazit:
Drei Wochen Neuseeland – das waren 5000 zurückgelegte Kilometer, 6 Zugfahrten und 3 Schifffahrten! Das war nicht nur Urlaub, sondern auch richtig anstrengend. Ein Land, das mit seinem Licht, seinen Landschaften berührt und mit seiner Kultur inspiriert. Trotz des vielen Programms konnte ich hier auch innehalten und zur Ruhe kommen. 

Kia ora und bis bald – mit einem Rucksack voller Eindrücke und einem Kopf voller neuer Pläne!