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Hintergrund dieses Briefprojektes war unsere (Frau Brühn und Frau Hönings) Teilnahme am Hospitationsprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) der Kultusministerkonferenz. Durch dieses Programm bot sich uns die besondere Gelegenheit, zwei Wochen lang an der Alun School im Norden von Wales zu hospitieren und dort am Schulalltag teilzunehmen. Während unseres Aufenthaltes halfen wir den Lernenden in Wales dabei, in authentischen Gesprächssituationen ihre Deutschkenntnisse anzuwenden und zu erweitern, unterstützten kulturelle Projekte der Schüler*innen des 13. Jahrgangs. Auch erhielten wir Einblicke in den Englisch-, Politik-, Walisisch- und Biologieunterricht sowie allgemein in die Schulorganisation und gestalteten für die 7. Klassen eine Unterrichtseinheit zu deutschen Ostertraditionen.
Ein besonderes Highlight des Aufenthalts war das besagte Briefprojekt. Unsere Schüler*innen der 11. Jahrgangsstufe der WoBoGe haben im Vorfeld der Hospitation persönliche Briefe auf Englisch und auf Deutsch geschrieben, in denen sie sich selbst, ihre Hobbys sowie ihren Alltag und das Schulleben in Deutschland beschrieben haben. Diese authentische Lernsituation führte zu viel Freude und bot viele Anregungen, sich über kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten Gedanken zu machen. Die Neugier im Hinblick auf die Alltagswelt der Schüler*innen war geweckt. Fragen wie z. B. „Wie lange haben die Waliser eigentlich Schule?“, „Wann dürfen sie ihren Führerschein machen?“ und „Wie ist das Leben in Wales eigentlich so?“ wurden zunächst untereinander diskutiert und dann in die Briefe geschrieben.





Die liebevoll gestalteten Briefe wurden von zwei 10. Klassen in Wales mit großer Begeisterung gelesen und beantwortet. Die Freude über den Austausch war auch hier spürbar, und es entstanden zahlreiche kreative, persönliche und sehr engagierte Rückmeldungen in denen alle Fragen beantwortet wurden.



Zurück in Deutschland war es schön zu beobachten, wie die Post aus Wales mit großer Freude entgegengenommen wurde. Es wurde aufgeregt gelesen und sich über die Antworten der walisischen Schüler*innen ausgetauscht. Häufig wurden Gemeinsamkeiten entdeckt, z. B. in Bezug auf den Musikgeschmack, Lieblingsfächer oder andere Hobbys. Zudem wurden Unterschiede aufgedeckt und reflektiert, welches System denn besser sei, beispielsweise in Hinblick auf Schulbeginn und -ende.


Dieses Projekt hat gezeigt, wie inspirierend und verbindend authentische Kommunikationsanlässe im Fremdsprachenunterricht sein können, da sie die Motivation Fremdsprachen zu lernen und anzuwenden erhöhen.
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Das Briefprojekt war sehr aufschlussreich und ich habe einiges über den Alltag der walisischen Schüler*innen gelernt.
– Finn, EF –
Auch für uns als Lehrkräfte bot die Hospitation viele wertvolle Einblicke. Wir hatten die Möglichkeit, den Schulalltag in Wales hautnah mitzuerleben, unterschiedliche Unterrichtsmethoden kennenzulernen und neue Impulse für die eigene Unterrichtsgestaltung mitzunehmen. Besonders hilfreich war der Austausch mit dem engagierten Team des Language Departments, das uns von Beginn an sehr herzlich aufgenommen und in den Schulalltag integriert hat.
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Wir haben uns sehr über die süßen Antworten gefreut besonders, da alle so interessiert waren.
– Emely, EF –
Wir blicken auf zwei inspirierende und gewinnbringende Wochen zurück. Wir freuen uns darauf, unsere Erfahrungen, Eindrücke und neu gewonnenen Ideen künftig mit unseren Schüler*innen zu teilen – insbesondere darauf, einen noch authentischeren Einblick in die walisische und britische Kultur geben zu können.