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Lesung „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“

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Lesung „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“

Die mit Filmszenen unterlegte Lesung „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ war nur der Anstoß einer vielseitigen Veranstaltung, in der Einzelschicksale dargestellt, Nachdenklichkeit erzeugt und Positionen besetzt wurden.

 

 

Auch heute noch ist das biographische Buch über Christiane F, das die Situation drogenabhängiger Kinder und Jugendlicher in den 70er und 80er Jahren in Berlin wiederspiegelt, aktuell.

Denn, „Einzelschicksale dieser Art gibt es nachwie vor sehr häufig“, so Gisela Kampmann, betroffene Mutter eines über viele Jahre drogenabhängigen mittlerweile jungen Erwachsenen.

Frau Kampmann, die gleichfalls Initiatorin einer Selbsthilfegruppe ist, stellte sich spontan für den Lesungsabend an der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule zur Verfügung und erzeugte bei den Zuhören mit ihrer offenen Schilderung der eigenen Familiensituation ein hohes Maß an Betroffenheit.

„Dabei sind es sind nicht nur die ganz harten und illegalen Drogen, die uns und der Gesellschaft zu schaffen machen“, erklärte Rainer Friepörtner vom Kriminalkommissariat Vorbeugung, der als weiterer außerschulischer Mitwirkender die Veranstaltung bereicherte und gemeinsam mit Frau Kampmann interviewt wurde.

{gallery}woboge/partnerschaften/BahnhofZoo/{/gallery}Friepörtner ergänzend:„Der Konsum von Nikotin, Alkohol und Cannabis führt leider zu einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit, auch in der Schule“ und „wir müssen unsere Kinder stark machen, so dass sie auch ohne Drogenkonsum Spaß haben und Lebensfreude entwickeln“.

Den vortragenden Akteuren, vornehmlich aus der Jahrgangsstufe 9, sowie dem Organisationsteam um Renate Lindemann, die ehrenamtlich in der Schulbücherei mitwirkt, war somit eine eindrucksvolle Veranstaltung mit gleichfalls hohem Anspruch gelungen. Respekt den Schülerinnen und Schülern, die auch bei einem solchem Thema eine klare Position einnehmen.