Personenkasten von Julian Kröger
Am Mittwoch, dem 23. September, fand in Recklinghausen am Oerweg 53 und an der Herner Straße 64 die Verlegung und Enthüllung von acht sogenannten „Stolpersteinen“ statt. Die Stolpersteine erinnern an Angehörige der Familie Philipp, die an diesen Orten lebten und während des Holocaust deportiert und ermordet wurden. Dieses wichtige Ereignis durften einige Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte unserer Schule aktiv mitgestalten.
Im Beisein des Bürgermeisters Axel Tschersich, von Angehörigen der Familie, die eigens aus Israel, Frankreich, England und sogar Kanada angereist waren, sowie zahlreicher weiterer Gäste aus der Recklinghäuser Öffentlichkeit berichteten die Schülerinnen und Schüler über die Lebensgeschichten und Schicksale der Familie Philipp.







Der Ergänzungskurs „Spurensuche in Recklinghausen“ aus dem 10. Jahrgang und der Leistungskurs Geschichte der Q2 hatten die Veranstaltung im Unterricht intensiv vorbereitet. Sie recherchierten zu den verschiedenen Familienmitgliedern anhand der Familienbiografie und erarbeiteten daraus Vorträge und Plakate, die den Menschen hinter den Namen der Stolpersteine ein Gesicht geben sollten. Die Anwesenden waren sich einig, dass die Schülerinnen und Schüler der Veranstaltung einen sehr würdevollen Rahmen gegeben haben. Besonders der Dank und die Anerkennung der Angehörigen haben gezeigt, wie wichtig die gemeinsame Erinnerung an die Opfer des Holocaust ist. Sie leistet einen wichtigen Beitrag dazu, Geschichte lebendig zu halten und Verantwortung für ein friedliches Zusammenleben in Recklinghausen zu übernehmen.
