Kunstprojekt bringt Farbe in die Tiefgarage der Lebenshilfe

Aus einer grauen Tiefgarage wurde ein farbig gestalteter Kunstraum: Im Rahmen eines Kunstprojekts von JuMP, einem Projekt der bz Bildungszentrum des Handels gGmbH, wurde die Tiefgarage der Lebenshilfe Mitte Vest e.V. künstlerisch neu gestaltet.

Kunstprojekt bringt Farbe in die Tiefgarage der Lebenshilfe

Aus einer grauen Tiefgarage wurde ein farbig gestalteter Kunstraum: Im Rahmen eines Kunstprojekts von JuMP, einem Projekt der bz Bildungszentrum des Handels gGmbH, wurde die Tiefgarage der Lebenshilfe Mitte Vest e.V. künstlerisch neu gestaltet.

Die Lebenshilfe Mitte Vest e.V. begleitet und unterstützt Menschen mit Behinderung und ihre Familien in vielen Bereichen des Alltags. Mit verschiedenen Angeboten setzt sich der Verein für Teilhabe, Inklusion und ein gemeinsames Miteinander ein. Um Begegnung, Kreativität und gemeinsames Arbeiten zu fördern, entstand gemeinsam mit JuMP die Idee zur Neugestaltung der Tiefgarage.

JuMP steht für „Junge Männer mit Perspektive“ und unterstützt junge Männer zwischen 18 und 35 Jahren dabei, neue Perspektiven für Alltag, Ausbildung und Beruf zu entwickeln. Das Projekt wird durch den Europäischen Sozialfonds Plus und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und in Kooperation mit dem Kreis Recklinghausen gefördert. Neben Beratung und Unterstützung gehören auch kreative und soziale Projekte zum Angebot.

Für die Gestaltung der Tiefgarage übernahm JuMP die Organisation, pädagogische Begleitung und die künstlerische Umsetzung. Gemeinsam mit den Teilnehmenden wurden Ideen gesammelt, Skizzen entwickelt und die Motive direkt vor Ort umgesetzt.

Beteiligt war dabei auch die Wolfgang-Borchert-Gesamtschule als langjähriger Kooperationspartner der Lebenshilfe. Die Schule ist seit 2013 inklusive Schule und Ort des gemeinsamen Lernens, an dem Vielfalt im Unterricht selbstverständlich ist. Vertreterinnen und Vertreter der Schule begleiteten die Projektpräsentation.

Die Lebenshilfe stellte ihre Tiefgarage als Gestaltungsfläche zur Verfügung und ermöglichte damit die Umsetzung des Projekts im eigenen Gebäude.

Im Mittelpunkt des Projekts stand das gemeinsame Arbeiten. Die jungen Männer haben dabei nicht nur die Tiefgarage gestaltet, sondern vor allem erlebt, wie wichtig es ist, sich aufeinander zu verlassen, miteinander zu sprechen und sich gegenseitig zu unterstützen. Viele von ihnen stehen im Alltag vor schwierigen Situationen – umso mehr wurde im Projekt deutlich, dass man vieles besser schafft, wenn man nicht allein daran arbeitet.

Durch die gemeinsame Gestaltung, das Planen und Umsetzen vor Ort entstand Schritt für Schritt ein Bild, das genau diesen Zusammenhalt zeigt: Jeder hat etwas beigetragen, alle Ideen waren wichtig, und erst durch das Miteinander ist aus vielen einzelnen Ansätzen ein gemeinsames Ergebnis geworden.

Text: Recklinghäuser Zeitung, 2. Juni 2026
Foto: Paul Ferdinand Forck

Personenkasten von Birgit Sagenschnier

Personenkasten von Claudia Dittmann